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DOOM Eternal

Available Platforms
Genre

Action , Adventure

Release Date

20.03.2020

Developer

id Software

Publisher

Bethesda Softworks

Deals
€59,99

Heißer Dämonen Shooter und wilde Ballerei – aber mit Köpfchen.

Die Vorfreude war groß. Schon auf der Gamescom 2019 machte DOOM Eternal Lust auf mehr. Das lag sicherlich auch an dem endlos Trailer, den man in der Warteschlange zu sehen bekam. Aber eben auch an der Erwartung, ein neues DOOM (2016) zu bekommen, das wieder viel schnelle und sehr schön anzusehende Action bietet. Was uns die 2020er Version des Dämonen Shooters bietet und warum diese in einigen Punkten vieles besser macht als der Vorgänger, lest Ihr in dieser Review.

Ein bisschen Geschichte

Doch fangen wir mal ganz von vorne an: Doom hat inzwischen seinen neunten Ableger bekommen und setzt so eine lange Reihe fort aber schürt eben auch eine gewisse Erwartung. Sicherlich stand dieser Titel nie für tiefe und knifflige Logikrätsel oder eine packende Story, jedoch hatte man immer einen gewissen Anspruch, dass die Reihe wie einst der erste Teil, auch einen Meilenstein setzt. Bis 1993 gab es keine 3D Umgebungen, in denen man sich mehr oder minder frei bewegen konnte und Gegner sich im Raum bewegten.

Heute ist das natürlich alles etwas anders. Längst haben wir komplexe Landschaften und mehr Möglichkeiten als vor 30 Jahren. 2020 macht Doom trotzdem sehr viel, sehr richtig und bleibt seinen Wurzeln treu, indem es auf den ersten Blick einfache Shooter-Kost liefert und trotzdem mit einem gewaltigen Soundtrack und stimmungsvollen Umgebungen punktet.

Doch wie spielt sich Doom Eternal denn jetzt? Ich muss sagen, beim ersten Start des Spiels, war ich fast schon überwältigt! Es fesselt einen sofort. Das Intro, der DoomGuy, die fette Knarre, ein zersplitterter Mond und ein riesiges Pentagramm auf der Erde das uns die Gefahr durch Dämonen und Monster sofort spüren lässt. Alles untermalt von einem kräftigen Metal Soundtrack, der einen bombastischen Einstieg ins Spiel liefert.

Dann folgt das Tutorial in dem man die ersten Mechaniken und Fähigkeiten lernt. Man bekommt einfache Gegner vorgesetzt und ballert direkt drauf los. Blut überall und der wuchtige Sound heißt die Stimmung weiter an. Doch schnell merkt man, dass es dieses Mal nicht ums stumpfe Ballern geht, sondern auch viel Köpfchen verlangt wird.

 

Leben und Munition sind immer knapp

 

Die ersten Level spielen sich fast schon langweilig und bieten keine wirkliche Herausforderung. Es sind einfache Waffen, die einem zur Verfügung stehen und keine sehr anspruchsvollen Gegner die einem ans Leder wollen. Ist ja auch erst der Einstieg. Doch schnell merkt man, dass man mit stumpfen daraufholzen nicht sonderlich weit kommt. Denn irgendwann ist die Munition knapp und euch geht die Puste aus. Eine Pistole mit unendlich Schuss, wie im Vorgänger gibt es nicht! Ihr müsst also haushalten und hier kommt auch eine gewisse Taktische Komponente ins Spiel. Mit bestimmten Angriffen könnt ihr eure Feinde ausschalten. Natürlich geht das auch mit purer Waffengewalt, doch um zu überleben, müsst ihr die “Finisher Moves” einsetzen und eure Waffen clever nutzen. So könnt ihr mit der Kettensäge Munition und Lebenspunkte aus den Dämonen „herausschneiden“ oder ihr nutzt den Flammenwerfer um euren Schild wieder aufzuladen. Sicher gab es das alles auch im letzten Doom schon, doch Eternal setzt bei allem eben noch eine Schippe obendrauf.

Neu ist auch das wir Diesesmal eine Art Story bekommen. Natürlich kein tiefgründiges Meisterwerk, aber es erzählt doch den ein oder anderen Story Arc und wir sind eben nicht dieser 1993ger DoomGuy, der einfach nur Dämonen schnetzelt. So erfahren wir etwas über die Hintergründe des Universums, wodurch der sonst so arcadige Shooter noch etwas an tiefe gewinnt.

Auch wurden die Gegner verbessert und so muss man gegen eine Vielzahl von Widersachern, nun auch auf Schwachstellen und vor allem Schwächen achten. So kann man manche Typen garnicht einfach so besiegen sondern muss bestimmte Punkte treffen oder eine bestimmt Waffe wählen, um überhaupt Schaden zu machen. Je nach Schwierigkeitsgrad wird, das Spiel teilweise schon unfair, sollte sich aber auf leicht bis mittel, doch angenehm durchspielen lassen. In der knapp 15 stündigen Kampagne, gibt es dabei eine Vielzahl von Herausforderungen. Interessante Schauplätzen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sorgen dafür das keine Langeweile oder Monotonie aufkommt. Auch wenn es sich grad in den letzten Missionen nicht vermeiden lässt das man alles irgendwie schon mal gesehen hat und sich eine gewisse Routine einstellt. Spannend bleibt Doom allerdings bis zum Schluss.

 

Werden wir technisch

 

Kommen wir nun noch zur Technik von Doom Eternal. Die Grafik wirkt. Punkt. Seien es die unterschiedlichen Schauplätze, die Gegner oder eben auch die Waffen, alles ist sehr detailverliebt und optisch sehr schön gemacht. Technisch ist Doom Eternal auf einen durchaus modernen Stand auch wenn wir mit unserem Testsystem die Nightmare Ultra Settings nicht testen konnten, da sich die Grafik somit ins fast unermessliche steigern lässt und eine Rechenleistung fordert, die wohl schon nicht mehr als High End bezeichnet werden kann. Trotzdem sieht es auch auf schwächeren Systemen noch durchweg gut aus und lässt sich flüssig spielen ohne große Leistungseinbußen oder Framedrops.

Der Sound ist eigentlich eine Klasse für sich und passt wie die Faust aufs Auge. Der Sound ist quasi Doom. Er heizt an und untermalt die Stimmung fast immer perfekt. Dabei ist nicht nur die musikalische Auswahl sehr passend, sondern eben auch alle anderen Geräusche und Sounds. Die Waffen fühlen sich einfach wuchtig an und jeder Schuss fühlt sich genauso an, wie ich es von einem Doom erwarte. Immerhin schießen wir hier mit mächtigen Kanonen und nicht mit Erbsenpistolen.

 

Multiplayer hätte nicht sein müssen

 

Kommen wir zum Schluss noch zum Multiplayer. Dieser wirkt im Gegensatz zum Hauptspiel leider eher etwas gezwungen und nicht ganz ausgereift. Im Battle Modus geht es darum in einem „Best of Five“ Turnier diese meisten Runden für sich zu entscheiden. Dabei ist der Modus aber asymmetrisch gestaltet. Das heißt, dass immer zwei Spieler als Dämonen gegen einen Slayer kämpfen. Die Dämonen müssen einfache Kreaturen setzen und der Slayer eben diese bekämpfen. Gelingt ihm das in einer bestimmten Zeit gewinnt er. Das ganze System dahinter ist natürlich nicht lieblos, kann aber mit der Story und Doom an sich nicht mithalten.

Auch wenn es einen kostenlose Version des Battle Pass gibt, der motivieren soll, neue Skins und Embleme freizuspielen, ist Doom Eternal einfach kein schneller Multiplayer Shooter und will es auch garnicht richtig sein.

Zudem bietet id Software auch eine Deluxe Version von Doom an. In dieser ist der Season Pass enthalten, der Zugriff auf die kommenden zwei Kampagnen Addons gewährt, die im Laufe des Jahres folgen sollen, sowie ein dämonischer brennender Slayer Skin und die klassischen Waffen Sounds der Waffen aus vorherigen Doom Teilen, die grad für Nostalgiker sicherlich interessant finden können.

 

Fazit

Doom Eternal ist bisher eins der größten und schönsten Spiele dieses Jahres. Eine sehr gut umgesetzte Erweiterung der 2016er Version und macht richtig Spaß. Auch wenn so viel teils rohe Gewalt nicht jedermanns Sache ist, so kommen Doom Veteranen aber auch neue Spieler voll auf ihre Kosten. Es kommt mit eindrucksvollen Schauplätzen, mächtigen Gegnertypen, wuchtigen Wummen und einem kräftigen Soundtrack daher, sodass einem so schnell nicht langweilig wird. Wer kein Problem mit Blut hat und die Erde von Dämonen befreien will, kann hier guten Gewissens zuschlagen. Unsere Wertung von 9,1 von 10 Punkten hat Doom Eternal auch deswegen verdient, weil hier einfach das Gesamtpacket stimmt, auch wenn man hier und da kleine Stolpersteine findet, wie den zuletzt erwähnten Multiplayer, der die Spielerfahrung zwar nicht trübt aber nicht unbedingt, in der Form hätte sein müssen. Auch wenn das Jahr noch lange nicht vorbei ist, so kann man sich sicher sein das Doom Eternal, eins der größten und besten AAA Spiele dieses Jahres sein wird.

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9.1

Amazing

Pros

  • Tolle Atmosphäre
  • Abwechslungsreiche Schauplätze
  • Wuchtiger Sound
  • Ein richtiges DOOM Gefühl
  • Gute Spiel Performance

Cons

  • Gegen Ende etwas eintönig
  • Sehr blutig viel Gewalt
  • Kein stumpfes Draufholzen